Wer Hunde isst

Lieber Tagesbuch, 

der unterdrückt auch Menschen. Ist zwar kein direkter Zusammenhang – aber man kann/konnte es ja aktuell in China beobachten. Da werden rituelle Krankheiten einfach durchgezogen – weil das Volk nachher noch aufsteht und aufmüpfig wird. Also lieber alles erlauben bis auf die freie Meinungsäußerung – und schon sind alle zufrieden. Bis auf die Schwein und Rind essende westliche Zivilisation, die sich mit grauen abwendet, wenn dem geliebten Bello das Fell über die Ohren gezogen wird.

So mag wohl auch der alteingesessene Afrikaner beim Wasserbüffel oder der Australier beim Strauß denken. Schmeckt doch. Also ab auf den Tisch!

Womit wir bei der immer wieder beliebten Diskussion der Essgewohnheiten des Parasiten Mensch auf dem wundervollen Erdenrund wären. Grundsätzlich kann man ja keine Grenze ziehen, auch Pflanzen haben ein Anrecht zu leben. Nur was soll der Parasit dann essen?

In der weit entfernten Zukunft wahrscheinlich irgendwelche Pillen und Lösungen – weil alles andere auf dem weiten Erdenrund schon auf- und kahlgefressen wurde. So wie bei jeder Plage, wenn der Parasit einfach zu viel zu fressen vorfindet. Große Bevölkerungsexplosion und irgendwann dann der Kollaps. Warum bitteschön sollte es dem Menschen anders ergehen? Ist er doch nur ein Teil der Kette und kann nicht anders. Sagen die einen.

Ich sage allerdings, wenn er schon Zellkulturen züchten kann, warum dann nicht das Fleisch als Zellkultur heranwachsen lassen? Lasst die Lebewesen in Ruhe und perfektioniert lieber die Anzucht dieser Kulturen! Da wird dann unbelebtes verköstigt und jeder kann seiner Geschmacksrichtung frönen. Cola-Himbeer sag ich nur.

Bis dahin werden sicher noch eine Menge Sommersonnenwenden erlebt – und eben auch ebenso viele Hunde abgeschlachtet. Und Küken geschreddert. Und Gänse gemästet. Und so weiter und so fort.

Nein, der Mensch ist ein ganz lieber. Ehrlich!

So bis auf Atombombe und Krieg und Armut und Elend und Ausbeutung und Raubtier-Kapitalismus bzw. Globalisierung.

Und Giftgas und Völkermord und Umweltverschmutzung und Asbestverseuchung und Dioxin und Contergan und so weiter und so fort.

Ansonsten ist der Mensch total lieb.

Gottgleich!

Zumindest überlegt er schon, ob er nicht Autos und sogar Züge von selbst fahren lässt. Gut, bei der deutschen Bahn wird das noch einige Zeit dauern, da sind wir Verspätungen ja gewohnt und es wäre schon ein Wunder, wenn am Ende nicht ein Zugführer ohne Lok bei den Anstrengungen herauskäme (so in der Masse gedacht) – aber insgesamt lässt sich der Siegeszug der Maschinen doch kaum noch aufhalten. Schließlich gehen so viele wunderschöne Dinge damit einher. Man kann sich selber und all seine Gedanken und Erinnerungen irgendwo in der Cloud abspeichern und bei Bedarf jederzeit wieder abrufen. Wüsste man also, wenn man jemanden nach langer Zeit wieder trifft, warum man denjenigen nicht mehr wieder treffen wollte. Da hilft dann Verdrängung nicht viel. Und hinter einem jeden Menschen steht dann ein kleiner Roboter, der Pflichtschuldigst alle Aufgaben erledigt. Man selber hängt als schlaffer Fleischsack in der Manier eines ausgewachsenen Stephen Hawking in seinem Stuhl und hat die Intelligenz des gesamten Universums in sich vereint. Nur ist man eben nicht mehr in der Lage irgendetwas selber zu tun. Denn Muskeln bilden sich bei Nichtbenutzung zurück. Soll beim Gehirn übrigens ähnlich sein – auch wenn es kein Muskel ist.

Schlussendlich wird dann halt auch der letzte Hund verspeist sein (Hopi-Indianer als Hinweis) und die Spezies Mensch vom Planeten vertilgt bzw. verschwunden. Ganz schön Schwarz gesehen, ich weiß.

Aber hat doch auch was Schönes, wenn dann dereinst tatsächlich außerirdische zu Besuch kommen – und die selbst fahrenden Autos und Züge als Lebewesen untersucht werden.

‚Was mag wohl Deutsche Bahn heißen?`

‚Ach, ist bestimmt nur so ein blödes Tattoo wie bei uns auch vor zigtausenden von Jahren.‘

‚Mag sein. Mich wundert auch, dass jeder von denen IMMER unpünktlich zu jedem Termin auftaucht!‘

‚Sind halt keine Hunde! Die sind IMMER pünktlich. Zumindest wenn es was zu essen gibt…‘

 

Stimmt. Die wurden zur Sommersonnenwende lieber in den Kochtopf geknallt.

Am liebsten würde ich von Luft und Liebe leben. Und von Lichtenergie. Aber leider waren alle bisherigen Experimente zu diesem Thema eher unergiebig.

Dann bleibt mir eben nur mich am Riemen zu reißen. Jeden Tag. Denn dafür wurde mir Vernunft gegeben. Klar, alles auf Fressen und gefressen werden aufgebaut. Aber wenn man das System kapiert hat, dann kann man das doch auch abändern. Zumindest bin ich der festen Überzeugung dass das geht…

Also ich wäre für das wieder einführen der alten Riten der Maya, Inka und Azteken! Nach jedem Fußballspiel wird die verlierende Mannschaft auf dem Altar geopfert in dem man ihnen einzeln das Herz rausreißt. Und anschließend darf der Gewinner die Kleidung der Zuschauer mitnehmen.

Hört sich ganz vernünftig an. Zumindest nicht bekloppter als das mit den Hunden…

WEISSE BESCHEID, ne?

P.S.: eigentlich ist ja Sommerpause und sowieso auch noch EM – aber für diesen Unsinn musste ich eine Ausnahme von der Regel machen…

 

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