Digitalisierung 2016.0

Lieber Tagesbuch,

ist, wenn ein Pokemonjagender Mobiltelefonanstarrer von einem autonom fahrenden Tesla-Auto überfahren wird, dies durch ein Google-Auto aufgenommen und durch eine Verkehrsüberwachungsdrohne komplett aufgezeichnet wird. Willkommen in der neuen Welt. Und die Amazon-Drohne blinzelt verstört beim Paketausliefern auf die Straße und versteht die Welt nicht mehr…

Was genau mag denn nun Digitalisierung sein? Fragst du mich das jetzt wirklich ernsthaft?

Nun, nehmen wir mal an du bist krankenversichert. Dann wird zukünftig der Arztbesuch gar nicht mehr nötig sein. Du schnappst dir morgens früh dein Handy, startest die App deines Hausarztes, der schaut sich über die Kamera deine Prusteln im Gesicht an und schreibt dich krank. Das geschieht unmerklich für dich im Hintergrund. 

Dabei wird erst der Arbeitgeber informiert – und danach die Krankenkasse. Du kannst dich hernach direkt in die Apotheken-App begeben, dort dein Medikament raussuchen (verschiedene Hersteller, mit manchen hast du vielleicht sogar eine Kooperation, d.h. die Sponsoren deiner Tochter die Blockflötenstunden dafür, dass du ihre Produkte kaufst) – und dieses wird dir dann per Drohne zugesandt.

Nach cirka 20 Minuten Flugzeit. Spätestens jetzt musst du deinen Arzt bewerten und für deine Krankenkasse dessen Rechnung freigeben.

Danach wieder ab ins Bett und genesen also. Bis dich am nächsten Morgen die App darauf hinweist, dass du ja sowieso in diesem Jahr schon öfters krank warst und man dir sofort die nächsten 3 Wochen als Krankzeit vorschlägt. Kommt jetzt auch nicht mehr drauf an. Und die Diagnose liefert man dir schon vorab anhand deiner im Klo gemessenen Körperflüssigkeitswerte. 

Nebenbei solltest du die Aufnahme von Alkohol reduzieren, rät dir die Arzt-App. Und gestern, der Fisch, der war aber nicht MSC – und schon gar nicht Bio. Und schon nervt das schlechte Gewissen. Schließlich kann von diesem einen Fisch das leben einer ganzen Fischerfamilie abhängen! Zumindest erscheint es so. In Wirklichkeit trifft es nur einen dieser riesengroßen Fischfang-Trawler im Atlantik – und der kann es weiß Gott verkraften…

Schöne neue Welt.

In der auch schon sehr früh feststeht, wer oder was du wirst. Vor allen Dingen haben deine Eltern dich schon vorher im Baukasten zusammengesetzt. Kann eigentlich kaum noch was schief gehen.

Mit der kleinen App auf dem Smartphone wurde der perfekte Samencocktail zusammengestellt, vom Labor dann fertig gemixt und per Drohne zugestellt. Gut, guter Sex sieht jetzt anders aus – aber was tut man nicht alles für die Menschheit? Möchte nicht jeder einen kleinen Galileo oder Albert? Oder eine Marie? Was gäbe die Welt für einen neuen Jesus oder eine Jesine. Muss man ja nicht gleich wieder an die Wand nageln. oder an ein Kreuz. 

Fällt mir ein, was wäre gewesen, wenn man Jesus geköpft hätte? Würde dann heute jeder mit einem Schwert um den hals herumlaufen? Gut, in Zeiten von Terror und der wahlfreien Ausübung von grober Körperverletzung mit Todesfolge oder jeglichem anderen groben Unfug (ich sage es gleich: ich halte mich aus allen Diskussionen hierzu heraus. Bringt nix. Denn meine Argumente sind nicht tödlich!) kann so ein Mordinstrument bei der Hand oder besser am Hals sicher nützlich sein. 

Aber dann hat ja jeder eins. Halt so wie im kalten Krieg. Alle haben eine Bombe und darum nutzt sie keiner. Ja, so verrückt ist der von den Bäumen heruntergestiegene Affe! Wohl wahr! Manche hielten ja eben dieses verlassen der Bäume schon für den großen Irrtum. Andere gehen noch weiter und finden, wir hätten nicht mal das Wasser verlassen sollen. Besser für uns wäre es sicher gewesen. Gäbe es jetzt Planktoncocktails auf dem Meeresgrund. Aber das ist eine andere Geschichte.

Gut, gibbet also am Spielplatz um die Ecke zur Genüge Jesines oder Jesusse in Tateinheit mit der bekannten Schackeline. Aber wir reden hier ja eher nicht von den Kindern mit sehr viel Potential – also enormer Luft nach oben -, die zumindest schon mal den Stift so halten können wie der Turm in Pisa steht. Zwar schief – aber dennoch lässt sich damit auch ein Wort hinkrakeln. Auch dabei ist man nicht mehr ganz so genau, schließlich wird auf Tablets geschrieben, die Autokorrektur übernimmt den Rest. Selbst der größte Dummbatz bekommt auf diese Weise Weltliteratur hin! Alle Minuten lang ein neuer Shakespeare! Nun, nicht exakt so lang und detailliert bzw. Pointen reich – aber zumindest hört es sich fast schon an wie Englisch. Das Deutsche. Sind wir akut ja auch nicht sehr weit weg von.

Kaum Werbung, in der nicht alles irgendwie besser ist, weil es ‚repair‘ oder ‚revitalift‘ oder ’smoothie‘ ist. Hinzu kommen ‚Events‘ und ‚Spots‘ die dein ‚Life‘ irgendwie besser machen. Es ‚upgraden‘.  Tja, manches mal wünschte ich mir weniger Werbung und mehr Hirn. Aber man kann ja bekanntlich nicht alles haben. Und wer schon Persil und Omo hat, der braucht sich um eine gescheite Gehirnwäsche keine Sorgen mehr zu machen. Ünrigens werden pro jahr 60 Millionen Tonnen Phosphor in die Kloake gespült. Die Hälfte unserer Einfuhren an Phosphor kippen wir wieder weg! Das nenne ich mal Weitblick! Ist so, als wenn ich am Geldautomaten nach jedem Abhebevorgang die Hälfte meines erhaltenen Geldes verschenken würde. Fände ich auch wieder toll. Würde ich den ganzen Tag nur an Bankautomaten stehen! Karriere als Bankautomaten-Vorsteher. Chief of – versteht sich. Man macht ja auch seinen Master und den Bachelor. 

Ich sags ja…denglisch sei dank. Aber nicht mal das ziehen wir durch. Könnte man doch zumindest schon mal das seidt einführen (Kombi aus seit und seid) und den bestimmenden Artikel endlich weglassen. Man liest ja auch kaum noch bestimmende Artikel. Alles eher Einheitsbrei. Auch wieder eine andere Geschichte.

Alles das ist auch bereits mit kleinen bunten Pillen erreichbar. Realität und keine Fiktion. Viagra und Co. lassen grüßen. Täglich wird es mehr. Und in Zukunft sind sogar direkte Eingriffe ins Hirn denkbar. Gut, macht man jetzt nicht so sehr viel kaputt. Von daher sag ich mal: schlimmer geht es eh immer! Also warum nicht? Wären wir wieder bei der Schnittstelle im Kopf, du erinnerst dich?

Naja, auf jeden Fall sind deine Lehrer dann das Internet und diese kleinen, süßen Roboter die dich durch deine Kindheit und Pubertät bis ins Erwachsenenalter begleiten. Kleine Pokémons und PacMans.

Und ein jeder hat eine Brille auf (was ja auch die Diskriminierung der Brillenträger endlich beenden würde) mit der er sämtliche Zusatzinformationen zu einem Objekt sofort eingeblendet bekommt. Steht man also vor der Sehenswürdigkeit und die Datenbrille sagt einem: hey, is 80 Jahre alt, heißt Omma Krawuttke und lebt hier im Altersheim um die Ecke. 

Was die jetzt gerade hier splitterfasernackt vor dem Picasso im Museum macht – man weiß es nicht genau. Aber zumindest erkennt man auf Blick oder Kopfnicken hin, wer die Erziehungsberechtigten waren und sind. Und wie viel Omma Krawuttke im Monat so an Rente kriegt. Und was sie gestern gegessen und eingekauft hat.

Gut, das würde jetzt wieder nur der Ordnungshüter sehen. Der sieht aber auch sofort alle Einträge zur Sprache der gestrigen Woche. Also alles, was Omma Krawuttke in der letzten Woche so vom Stapel gelassen hat.

In Einzelfällen vielleicht nicht so interessant. Aber insgesamt und in BIG DATA sicher ein willkommenes Highlight jeder autoritären Regierung. Die einem durch die Datenbrille natürlich auch immer anzeigt, wie etwas gerade aktuell heißt oder welche Wertung es gerade hat. Doppelplusgut sag ich nur.

Also in all der schönen Zeit in den Allergenfreien Bereichen der Großstadt werden immer mehr und weitere Daten über dich gesammelt. Und die verfestigen dann dein Bild. So dass ein jeder sofort weiß, woran er bei dir ist. Wie erwähnt eben auch der liebe Herr Staat. Der damit dann auch schon weit vor der anstehenden Wahl weiß, wen du denn wählen wirst.

Und darum muss die Wahl ja auch erst gar nicht stattfinden – weil das Ergebnis eh schon feststeht. Das wäre dann auch Demokratie 2.0! Heissa! Und Politiker die ihre Vita oder ihre Abschlüsse gefälscht haben oder irgendwo abgeschrieben oder sonst wie gelogen und korrumpiert haben – gibt es gar nicht mehr. Nur noch Politroboter die den lieben langen Tag nichts anderes tun, als das für und wieder zu debattieren. und zum Schluss wird abgestimmt.

Sagst du jetzt, wo ist der Unterschied zu heute?

Gut, die kosten eben nur noch Strom. Keine dicke Diät mehr.

Und wenn der durch Wind, Wasser und/oder Sonne hergestellt wird…ist doch erst mal alles gut!

Während das Volk draußen Pokemons jagt oder bei der EM/WM/AM/BM/CM zu Hause vor der Glotze zuschaut.

Arbeiten muss ja auch niemand mehr, denn sämtliche Jobs der Welt werden komplett von Robotern erledigt. So dass der Mensch sich ganz auf seine guten Seiten besinnen kann. Ich hatte es bereits beschrieben, du erinnerst dich sicher.

So malt der gute Mensch dann halt Ölgemälde aus Urin oder bastelt aus Filz kleine Hüte. Oder baggert in seinem Garten herum. Ganz, ganz kecke nehmen 3 Stunden lang den gerade im Garten entdeckten wilden(!) Vogel auf. Solange der Akku reicht. Und ein ECHTER VOGEL: Kein Pokemon! Wow!

Lange keinen mehr gesehen. Außer im Zoo oder im TV.

Schöne neue Welt halt…alles so wundervoll bunt! Und sogar in HD! CURVED! Also gebogen…für uns Ältere…

Weisse Bescheid, ne?

 

 

Handy for President

Lieber Tagesbuch,

ja, ich meine das vollkommen Ernst. Jetzt nicht, dass ‚il Presidente‘, der einzig wahre und große Anführer der einzigen und wahren Revolution, ein neues Handy erhält. Das wohl auch, zumal eines angebracht wäre, welches nicht abhörbar und garantiert NSA-sicher ist. Ach, gibt es gar nicht? Na dann…

Nein, ich würde doch tatsächlich dazu raten, das nächste Mal bei der Wahl der Präsidenten weltweit doch lieber direkt die eigenen Handys antreten zu lassen. Die werden doch sowieso so gern in die Hand genommen und umschmeichelt. Und keiner mag sie mehr missen. Sie werden behütet und gepflegt wie der eigene Augapfel und sind heutzutage ebenfalls weltweit doch das teuerste Gut, verbergen sich dahinter doch alle notwendigen Zugriffsdaten auf alle wichtigen Details des jeweiligen Lebens. Habe ich mir zumindest sagen lassen. Also was könnte wichtiger sein? Und man würde sich auch die ganzen Diskussionen und Wahlkämpfe ersparen! Wählt das neue Iphone35765! Macht ihr doch sowieso!!!

Täglich greift also der Durschnittsdeutsche alle 4 Minuten zum Handy. Manch einer hat gar keines – andere wieder lassen ihre Hände gar nicht mehr von der mobilen Ladestation der Eifersüchteleien oder der Selbstdarstellung. Sie können nicht in den Tag gleiten, ohne vorher zumindest kurz nach den letzten Nachrichten auf Twitter, Facebook oder auch nur dem E-Mail-Account geantwortet zu haben.

Da wären wir also, neben den gestern erwähnten Süchten, bei einer neuen Form der Abhängigkeit und auch der eigenen Prostitution. man kann sehr wohl darüber streiten, ob jeder andere Bürger in der Welt gleich 6 Sekunden nach dem Kochvorgang auch wissen muss, was ich mir heute Abend in den Fleischsack packe und dann über Nacht verdaue. Ebenso braucht es wohl nicht alle 5 ein halb Minuten ein neues Selfie. Ich beim aufstehen. Ich beim Zähne putzen. Ich beim anziehen. Ich beim einkaufen. Ich beim vertrümmen des Nachbarn, weil er mir wieder den Parkplatz weggeschnappt hat. Ich beim Einbruchdiebstahl im Discounter um die Ecke. Ich auf der Wache. Ich vor dem Richter. Ich im Knast. Ich bei meiner neuen Clique, die mich so toll beschützt hier im Gefängnis. Ich mit meinem Bewährungshelfer…

Man kann es nicht mehr sehen oder gar mitverfolgen. Also lässt man besser seine Finger davon. Aber dann vibriert es wieder. Das Fernsehen der Neuzeit. Streaming-Dienste und jederzeitiger Internetzugriff inbegriffen. Der Nervtöter mit aller neuestem Klingelton und Bluetooth-Schnittstelle. Und man MUSS quasi danach greifen. Nur kurz noch die Nachricht lesen. Dann mach ich das Licht aus. Oder doch unter der Bettdecke weiter.

Ob wir uns in Zukunft auch auf dem Sterbebett noch mit allen per Whatsapp unterhalten, die letzten Worte sozusagen verewigt auf einem Server im fernen Tuvalu? Der Inselstaat, der inzwischen zwar untergegangen ist, dessen Internetnutzungsrechte aber ohne Weiteres auf einen Rechtsnachfolger in Luxemburg übergegangen ist? Oder bei der Hochzeit? Livestream aus Las Vegas? Hip wäre es ja. Und sicherlich auch schön billig, muss man doch nichts zu essen und zu trinken herankarren. Und die bucklige Verwandtschaft bleibt erst einmal ausgesperrt. Dafür erfährt es aber sofort der virtuelle Freund in Russland, der gleich seine gesamten Fachkräfte hier in Deutschland losschickt – um die heimische Wohnung in der Zwischenzeit besenrein für den nächsten Mieter abzuliefern…Umzugswagen gleich inbegriffen. Und die Nachbarn posten Selfies mit den Möbeln auf der Straße oder den Umzugshelfern bzw. deren Sixpacks die so schön in der Sonne glitzern. Muskelaufnahmen beim Einbruch. Nett.

So wie jeder zweite schon durch die Stadt läuft, als wenn er es ohne Handy gar nicht mehr könnte. Wenn ein Außerirdischer dies sehen würde, der würde seinen Kumpels, die hier ja immer nur die totale Herrschaft und damit die absolute Macht ergreifen wollen, raten, den Menschen dieses ulkige Dings aus der Hand zu entfernen. Denn scheinbar beziehen die ihre Energie aus dem Teil. Zumindest ist ein Akku drin. Hat der Scan ergeben. Und die, die ohne rumlaufen? Erst mal egal, sagt der Chef, um die kümmern wir uns später…

Mal ehrlich, wie oft habe ich schon Paare sich gegenüber sitzend und in ihre Handys starrend im Cafe sitzen gesehen? In letzter Zeit eher sehr oft. Vielleicht waren es aber auch gar keine Paare sondern nur dem gegenüber wildfremde Menschen, die nur wegen der Schnelllebigkeit der Nachricht und der Zeit kurz Unterschlupf suchten, in dem netten Cafe um die Ecke, um die letzten Nachrichten nicht allein lesen zu müssen, andere daran teilhaben zu lassen. Sozusagen gemeinsames chatten – ohne dass man wirklich miteinander verbunden ist. Irgendwo habe ich letztens gelesen, dass wir alle uns weltweit kennen, verknüpft durch die neuen Dienste und der virtuellen Realität die damit einhergeht. Oder eben zumindest auf der virtuellen Ebene irgendwie Freunde sind. Like! Ich kenne quasi die ganze Welt – in dem ich mich von einem zum anderen hangele.Dann brauche ich auch gar kein eigenes Leben mehr, ich kann ja den anderen stetig folgen. Und wenn ich dabei eine Baseball-Kappe trage – ist dies dann mein eigenes Handy-Cap? Und kann ich damit dann auch gleich golfen gehen? Fragen über Fragen. Aufgeworfen durch die Revolution der Kommunikation. Eigentlich wie in Star Trek vorhergesehen. Es kommt halt immer, wie es kommen muss…irgendwie…

Und mit dem Verzicht auf das eigene, reale Leben geht die Sucht nach dem nächsten virtuellen Kommentar einher. Dem nächsten Like. Ja, ich gebe es zu. Auch ich bin schwer abhängig. Wenn ich nicht schon 5 Minuten nach dem Posting mindestens ein ‚gefällt mir‘ ergattert habe, bricht für mich meine kleine, strukturierte Welt zusammen. Heulend verkrieche ich mich ins Schlafzimmer in mein kuscheliges Bett – und poste ein Selfie davon.

Oder ich kann mich auch selber beim onanieren filmen. Oder andere. Und damit gutes Geld verdienen. Nennt sich dann Erpressung. Selfie: ich bei der Geldübergabe.

Einige Sekunden später eintrag auf dem Facebook-Account der örtlichen Polizei: Täter gefasst! Mit Selfie vom diensthabenden Polizisten mit dem Erpresser.  Ich. Und alle Welt kann liken.

Auch das Paar im Cafe. Die gar nicht zusammen gehören. Sich aber mit ihren virtuellen Profilen sogar gerade in diesem Augenblick im selben Dating-Cafe treffen. Und so irgendwie doch miteinander quatschen, obwohl sie sich stumm in ihre Displays starrend gegenüber sitzen. Überspitzt, ja. Aber heute doch schon kranke Realität.

‚Und dann mussten wir uns einfach trennen.‘

‚Wieso, habt ihr einen bösen Krach gehabt?‘

‚Ne, Akku war alle…‘

Für solche Fälle wäre es ja durchaus auch denkbar, dass es überall öffentliche Ladestationen gibt (kein WITZ!) bei denen man sein Handy aufladen kann. Schließlich ist die nächste Ortsangabe (‚bin gerade im Bus‘, ‚bin gerade bei Aldi‘, ‚bin gerade beim Friseur‘, ‚kahrre grate Auto‘) über lebenswichtig und muss vor dem Aufprall auf den Vierzigtonner am Stauende auf der Autobahn noch schnell in die virtuelle Irrealität entlassen werden. Hätte uns dies jemand vorhergesagt, er wäre für nicht ganz richtig im Kopf befunden worden. Zu dieser Zeit gab es allerdings auch noch Telefone mit Kabeln in gelben Zellen, die manch einer auch zum erledigen des dringenden Geschäfts (jetzt nicht eines Ein- oder Verkaufs sondern eher der Notdurft) oder zur Verwüstung des örtlichen Telefonbuches verwandte. Ja, es gab mal solche Bücher. Zu den Zeiten kannte man allerdings auch die zehn wichtigsten Nummern seines Lebens auch noch auswendig. Versuch das heute einmal. Keine Chance! Man trug Mobiltelefone mit sich herum, bei denen der Ersatz Akku im Kofferraum des eigenen Autos lag – weil er so viel Platz weg nahm. Da hatte das Handy ein Gewicht, welches man nur mit der Statur eines Ringkämpfers oder Gewichtheber überhaupt ertragen (Sprichwörtlich) konnte!

Das Highlight für jeden Haushalt war ja schon statt des GRAUEN Telefons das GRÜNE! Da hat sich die Bundestelefonbehörde mal so RICHTIG angestrengt! Und im Nachgang zur Wählscheibe kam dann sogar das Tastentelefon! Damit war man der König der Schrebergartenanlage, ach was, der gesamten Nachbarschaft! Da kamen alle zum stundenlangen Telefonieren – und die anderen saßen im heimischen Wohnzimmer vor der ersten Mattscheibe versammelt. Heile Welt! Da konnte man noch Großkotz spielen ohne dafür einen Ferrari oder Lamborghini in Gelb vor der Haustür zu parken!

Und irgendwann waren dann die Teile so klein, dass man sie fast in der Ritze auf dem heimischen Sofas verlor – weil man eben nur damit Telefonieren konnte. Und heute? Ein mobiles Navigationsgerät im Mobiltelefon ist ja nur ein weiteres GIMMICK!

Virtuos wird also sogar beidhändig während des Spazierganges im Park mit irgendjemand anderem, der vielleicht gerade in einer Achterbahn sitzt oder zum Mond fliegt, darüber philosophiert, dass man ja schon sooooo lange nicht mehr in einem Park war oder in einer Achterbahn sitzend zum Mond geflogen ist. Und 100 andere ‚Mitlauscher‘ liken oder staunen ‚AAAAAAAAHHHHH‘. Weil sie selber gerade im Wartezimmer des Zahnarztes sitzen. Nicht so prickelnd. Aber wie schön, dass es das Leben der anderen gibt. Oder YouTube. Da mach ich mir das Fernsehen dann eben so, wie ich es haben will. Wenn das Fernsehen schon Youtube-Videos zeigt, dann ist es wohl nicht mehr lange bis zum Ende einer weiteren Ära. Generation für Generation stirbt aus, was eigentlich selbstverständlich war. Frag mal die Weber oder Kutscher. Gut, als Rarität in Wien auf einem Fiaker vielleicht noch wahrnehmbar. Aber erzähl mal den Taxifahrern heute von Uber. Oder dem Einzelhandel von Amazon.

Und jetzt blinkt es schon wieder. Also greife ich wieder zu dem kleinen, schnuckeligen Metallgehäuse. Ganz verzückt wer mich denn jetzt anschreibt – gerade in meiner Hochkonzentrationsphase…

Mein Chef.

Ich soll arbeiten und nicht rumchatten.

WEISSE BESCHEID, ne?

 

Der geschenkte Tag

Lieber Tagesbuch, 

ist ja heute, der letzte schöne Tag des wundervollen Monats Februar.

Der Tag, auf den sich viele Menschen eben nur alle 4 Jahre freuen können – weil erst dann eine richtige Geburtstagsfeier möglich ist. Nicht so zwischen den Tagen, von heute auf morgen, wo sich keines der Geburtstagskinder richtig wohlfühlt, weil eben entweder der 28. Februar ist und man ,vorfeiert‘ – oder eben der erste März und man dann halt ‚nachfeiert‘! Also feiert man rein in einen nicht existierenden Tag. Deprimierend oder? Wenn in den kurzen Zeitraum zwischen 23.59 Uhr und 0.00 Uhr der gesamte Tag reingequetscht wird? 24 Stunden in 0 Sekunden? Das ist keine Geschwindigkeitsangabe eines flotten Gefährts. Eher der Ausdruck von Stress…

Hat man wohl gerade noch Zeit, kurz seinen Glückwunsch zu überbringen. Wenn es nicht so viele sind, die einen da beglückwünschen wollen. Also im eigenen hohen Alter wohl eher wahrscheinlicher, dass sich dazu genug Zeit findet – weil eben weniger Gratulanten vorbeikommen. Und dann aber fix. Hand geschüttelt, Geschenk überreicht und schnell noch ein ‚tzlichenglckwnsch‘ gezischt. Schon ist der Nächste dran.

Ist eben quasi so, als wenn man alle 4 Jahre ein Kreuz irgendwo auf einen verflixt langen Zettel machen würde und sich dennoch irgendwie gefühlt oder real nichts ändert. Eine verschenkte Stimme. Oder besser: man kann sie sich auch schenken. Wenn man an so etwas Spaß hat. Oder an Stimmen interessiert ist. So eine Wahl ist dann ja  auch ganz schnell erledigt. Und im Alter ist auch dies viel einfacher. Hab ich immer schon gewählt. Wie, die gibt’s gar nicht mehr? Mist. Dann wähl ich eben was, was so ähnlich klingt. Oder wo ein D für Deutschland drinsteht. Oder so ähnlich halt.

Oder gehe erst gar nicht mehr hin. Schaue mir das nur noch an. Das ist jetzt aber auch deprimierend, sagst du? Dann muss man halt selber aktiv werden. So richtig mit Ortsverein und allem was dazu gehört. Pi Pa Po halt. Pingelig die Parasiten und den Popanz bekämpfen. Die Klaviatur der Politik mitspielen. Mit viel Bier und Wein und örtlichen Problemen. Da werde ich auch noch mal drüber berichten, den Politiker in seinem Wesen beschreiben…erinnere mich bei Zeiten mal daran.

Über dieses aktive Stadium bin ich jedoch schon Jahre hinaus. Ich habe mich selber pensioniert und zurückgezogen, sitze auf dem Sofa  und meckere nur noch. Ist auch einfacher. Muss man nicht so viel selber machen. Keine Plakate mehr schleppen oder bei Wind und Wetter an irgendwelchen Gleisen angekettet herumliegen. Um dann festzustellen, dass der Zug eine ganz andere Route nimmt an diesem Tag.  Oder im ganzen Leben. Schön bequem. Vom Schreibtisch, Sofa, Sessel oder auch aus dem Bett heraus durch die Republik zu zappen und dabei immer einen Kommentar auf den Lippen. Nein, das hat auf keinen Fall etwas mit der Berichterstattung zu tun. Eher schon mit den Sendern. Gibt halt IMMER was zu meckern. Und was zu verbessern. Für mich gibt es nichts tödlicheres als den Stillstand. Es muss halt immer was gehen. Und meist ist es ja auch so.

Und wenn es nur die Kritik an der schreibenden oder moderierenden Zunft ist. Die sich neuerdings bei der Berichterstattung mit dem kommentieren nicht sonderlich zurück hält. Da wird alles sehr schnell in das richtige Licht gerückt. Da ist man dann ganz fix im Schubladendenken und der politischen Korrektheit. Was nicht darf, das darf eben nicht. Ohne mich da jetzt irgendwie in aktuelle Themen einmischen zu wollen. Der Spaltpilz ist auch ohne mich aktiv. Ich HABE dazu einfach keine Meinung. Ich möchte mich einfach nicht von irgendeiner Seite blöd anpöbeln lassen. So weit sind wir nämlich in der demokratischen Debatte schon gekommen. Ich finde das zumindest befremdlich. Aber egal, kein böses Blut hier an dieser Stelle. Auch wenn es durchaus auch mal nachdenklicher sein darf in diesem Blog. Jeder wie er möchte, ich bin da wirklich ein ganzer Demokrat. Auch wenn man mir den direkten Zugriff entzogen hat. Eben mit den Kreuzchen – alle vier Jahre. Da muss ich dann auch weder lesen noch schreiben können. Eine der beiden ersten und man liegt zur Hälfte in der Hälfte. Mir geht es dabei einfach nur gegen den Strich, wenn man aktuelles Geschehen in der Presse dann auch gleich mit bewertet. Die Wertung selber kann man getrost bitte mal mir überlassen. Da bin ich durchaus alt genug dafür. Aber irgendwie scheint dies heute nicht mehr möglich zu sein. Schade. Den meisten scheint man nicht mehr zu trauen. Woher kommt es nur? Dieses Unvertrauen aller Beteiligten?

Die Hoffnung stirbt eben zuletzt, oh mein Gott. Auch wenn dieser Vortänzer einer globalen Erinnerungsbewegung mit Hang zum Jenseits  mir  persönlich gar nicht gehört. Und ich ja irgendwie auch nicht mehr dazu. Aber man wird ihn wohl doch noch verwenden dürfen, oder? Hat sich halt so eingebürgert wie das Tempo statt des Taschentuchs und dem UHU statt des Klebers. Jetzt nicht der aus dem Fernsehen. Der fürs Papier. Nicht für das gedruckte wohlgemerkt. Eher so für die noch unbeschriebenen Seiten.

Und da lobe ich es mir doch, alle vier Jahre einen Extra-Tag zu haben. Einen zur Besinnung und vor allem auch zur Rückschau. Oder wie gerade im letzten Absatz auch zur Manöverkritik. Um sich hinzusetzen und einfach mal aufzuschreiben. Oder zusammenzukleben und dabei ein um das andere Taschentuch zu füllen.

Wie waren die letzten 4 Jahre? Was kommt in den nächsten 4? Wie sieht es mit meiner wirtschaftlichen Entwicklung aus? Brauchen wir einen 4-Jahres-Plan oder setzen wir auf den Markt? Kommen wir ohne Kredite aus oder werden wir uns bei irgendjemandem etwas borgen, also anleihen? Oder drucken wir gleich etwas Geld im Keller? Inflation hin oder her, bei nahezu Nullinflation kann man doch drucken was die Platte hergibt. Nach mir die Sintflut. Und Geld raushauen für alles Mögliche. Zumal jeden Monat mehr Geld entdeckt wird. Zumindest im Bundesfinanzministerium. Wo haben die das all die Jahre nur versteckt gehabt?

Und da einem ja im Normalfall niemand etwas schenkt im Kapitalismus – da muss man schon genau hinsehen, sehr seltenes Pflänzchen – kann man sich beim Schöpfer bedanken, dass es nicht so genau hinkommt, mit den Umlaufzeiten von Sonne und Erde. Und dass man eben alle 4 Jahre so einen Tag einschieben muss. Ist doch eigentlich eine schöne Geste des Universums an das jeweilige Individuum, oder? Jeder kriegt einfach einen Tag geschenkt jedes vierte Jahr! Tolles Gimmick, dieses Universum hätte ich im Jenseits wohl auch gewählt!

Was kann man da nicht alles tun!

Gut, der Großteil von uns muss arbeiten gehen – also freut sich vorrangig der Arbeitgeber alle 4 Jahre über einen geschenkten Arbeitstag. Wenn er denn in die Arbeitswoche fällt. Oder doch nicht? Hmmm. Das kann ich nicht mal entscheiden. Dadurch, dass das Jahr einen Tag mehr hat, also 366 Tage, ist es vorrangig erst einmal ein Arbeitstag mehr. Man könnte natürlich auch den ersten Tag des Schaltjahres doppelt feiern. Sozusagen alle 4 Jahre einen nullten Tag im Januar einführen. Dann würden wir einen weiteren Tag frei haben. Ist doch auch viel schöner zwischen Silvester und Neujahr. Und sinnvoller, weil die Erklärung ja auch die ist, dass man alle 4 Jahre einen Tag einschieben muss. Warum nur willkürlich am Ende des Februars? Ich plädiere hiermit also für den Nullten Januar.

Und ich schenke mir die Kritik an diesem Tag. Also jetzt für heute mal. Freue mich über die ganzen Damen und Herren, die heute wieder 4 Jahre älter werden. Das ist doch effektiv. Gar nicht erst jedes Jahr feiern und sich überlegen, dass man wieder ein Jahr älter geworden ist. Ne, besser alle 4 Jahre, dann hat man auch nur alle 20 Jahre einen glatten Sprung bei der vorderen Zahl. Damit auch nur durchschnittlich 5 von diesen deprimierenden Wechseln im durchschnittlichen Leben. Wenn man eben 100 wird.

Schöne Vorstellung. Wobei ich selber mich über jedes Jahr freue. Immer wieder aufs Neue freue ich mich Ende Februar auf den Weg zur Arbeit, wenn ich merke, dass ich wieder in der Helligkeit hin und zurück fahre. Das gibt mir die Gewissheit, dass der Sommer unaufhaltbar auf dem Weg ist. Und die ersten Strahlen uns schon erreichen.

So gewiss kann sich der Februarist nicht sein. Zumal wenn dann tatsächlich einer den 29.Februar abschaffen würde. Dann wäre es zumindest noch zu Lebzeiten ganz vorbei mit dem Geburtstag feiern.

Keine schöne Vorstellung.

Aber nur deswegen alles so lassen wie es ist? Das ist doch kein Grund. Vor 10.000 Jahren gab es so etwas wie das Schaltjahr noch nicht. Ob es schon Kalender gab, ich wage es zu bezweifeln. Am Anfang war wohl erst mal die eigene Höhle wichtiger. Der Frau, dass die Höhle schön sauber, dem Mann eher, dass genug gegorene Substanz im Keller zu finden ist. So hat jeder seine Prioritäten. Bis sich dann mal einer aufgerafft hat und so etwas wie einen Kalender erfunden hat. Da war der Weg noch weit. Und in der Folge kamen dann so glorreiche Entdeckungen wie die Kalendersprüche oder –Fotos auf.

Spiralkalender. Abreißkalender. Mondkalender. Adventskalender. Gregorianische oder Anpflanz- bzw. Saatkalender.

Fragt man sich doch glatt nebenbei, ob der Schaltjahreskalender teurer ist als der normale. Schließlich ist ja auch eine Seite mehr zu drucken. Wo kommen wir denn da hin?

Wie man sieht – nichts Wesentliches heute. Kein besonderer Einfall an dem Tag, der einem einfach so in den Schoß fällt. Wo wir gerade beim fallen sind: fällt doch eh keinem auf. Wer hat schon Gefallen an den Gedanken eines ausgefallenen Denkers?

Ach, doch, sicher. Eines wäre da tatsächlich ja noch: die ganzen Frauen, die heute hochschwanger im Bett liegen und hoffen, dass der Nachwuchs lieber noch einen weiteren Tag wartet. Damit er nicht so ein doofer Schaltjahres-Geburtstags-Feierer wird. Die Damen und die damit verbundene Qual kann ich mir ganz gut bildlich vorstellen.

Darum drücke ich heute mal die Daumen. Einen ganzen Tag lang. Versprochen. Warum? Geschenkt!

Weisse Bescheid, ne?

Gravitationswellen

Lieber Tagesbuch,

 

sind ja, unter vielen anderen, eines meiner Lieblingsthemen, wie du sicher über die Jahre festgestellt haben wirst. Einstein, Relativität und der Kosmos. Nichts liegt dem Otto-Normalverbraucher ferner, als sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Alles viel zu weit weg vom Alltags Geschehen. Reflektion? Wozu?

Also wird ihm auch nicht aufgehen, dass in den letzten Wochen vielleicht ein Meilenstein in der Forschung beschritten wurde. Man hat, wenn es nicht der Test der gesamten Detektoren-Anlage war, Gravitationswellen aufspüren können.

Um ein wenig Verständnis in diese vielleicht verwirrenden Worte zu bringen: schon vor Jahren wurden für viel, viel Geld Detektoren aufgebaut. Diese sollten die Vorhersage von Einstein, dass Gravitationswellen existieren, auf den Prüfstand bringen.

Solche Wellen würden zum Beispiel entstehen, wenn sehr massereiche Teilchen sich im Weltall umeinander bewegen. Jetzt keine Puddingteilchen oder mit gemischtem Hack für unter 3 Euro (wie pervers!!!) gemästete Menschen. In diesem Fall eher schwarze Löcher. Die sind ja selber schon sehr schwer nachzuweisen, weil sie halt schwarz sind. Und ebenso das Welle-Teilchen-Modell…aber dazu vielleicht ein anderes mal mehr.

Die supermassiven Löcher, die ja eigentlich keine Löcher sind, sondern nur Materieansammlungen. So wie einige Menschen wohl auch nur Materieansammlungen sind. Stoffwechseln wohl – aber alles andere ist vollkommen unerheblich. Ob existent oder nicht, letztlich kaum ein Unterschied zu erkennen. Wer weiß, wozu es gut ist…

Also tanzen diese ‚Löcher‘ in Virtuosität und heftig bewegt, ständig umeinander – und wegen ihrer gemeinsamen Anziehung entstehen eben diese berüchtigten und von Einstein damals vorausgesagten Gravitationswellen.

Also Schockwellen im Raum, quasi, die mit Lichtgeschwindigkeit durch das All sausen. Und nur minimal invasiv sind. Also für den Menschen nicht spürbar. Glaubt man in der Wissenschaft.

Ich selber bin ja der Meinung, dass diese Schockwellen durchaus Auswirkungen auf das menschliche Gehirn haben. Ansonsten kann ich mir verschiedene Verhaltensweisen der Menschheit gar nicht anders erklären. Als mit eben diesem Schockzustand. Und unter Schock macht man ja die verrücktesten Sachen. Man kreuzigt Menschen, oder verbrennt diese weil sie hexen sein könnten und auf Besen reiten sollen. Oder weil angeblich die Erde um die Sonne kreist. Lächerlich! Weiß doch jeder, dass es in Wirklichkeit die endlosen Schildkröten sind, die aufeinander gestapelt das Universum bilden.

Man vergiftet sich, im Schockzustand,  die eigene Infrastruktur bis zum abwinken, ob es nun Plastikschnipsel oder Chemierückstände im Wasser sind oder Feinstaub und Schwermetalle in der Luft.

Wir sind ja maximal belastbar. Auch wenn die Zahl der Krebsfälle gefühlt zugenommen hat. Ist wie mit der gefühlten Temperatur. Fühlt sich derzeit eher wie Winter an. Sollen aber 10 Grad sein. Seltsam…

Oder man hackt seine Lunge kaputt – jetzt eher so indirekt, in dem man der Erde die Lunge kaputthackt. Kann ja nur der Schockzustand sein. Schock über die Erkenntnis, hier so ziemlich allein zu sein im weiten Kosmos. Und die Gewissheit, irgendwie dann später auch mal wieder endgültig gehen zu müssen.

Diese Einsicht schockiert die meisten. Kinder noch nicht, die wissen davon ja oft noch nichts. Und die Realität kommt früh genug. Der Rest der Spezies ist jedoch geschockt. Gut, viele auch wieder nicht, die sind eher geschockt wenn ihre Lieblingssendung wegen einer Sportübertragung ausfällt. Oder weil gerade irgendetwas wirklich Wichtiges passiert ist, über das man nun berichten muss. Die goldene Sumpfdotterblume wird Pflanze des Jahres oder so. Oder die beliebten Unwörter des Jahres werden gewählt. Meines wäre in diesem Fall für 2016 ja ‚Kurzdeutsch‘.

Kurzdeutsch ist jenes deutsch, welches in die deutsche Sprache Einzug hält, weil diejenigen, die die deutsche Sprache benutzen, nicht mehr genau wissen, welcher Artikel vor das zuständige nun fällige Wort gehört.

‚d’Cola‘.

Irgendwie Französisch. Und verstörend. Aber nur für uns. In etlichen hundert Jahren wird deutsch vielleicht gar nicht mehr existieren. Dies sollte uns keine Angst machen, Latein ist auch auf dem absteigenden Ast…und kaum noch jemand spricht hunnisch.

Ein weiteres Beispiel gefällig?

‚Heute Abend geh ich Kino‘.

Nun. Was will mir mein gegenüber sagen? Ich verstehe den Inhalt. Immerhin. Alles andere ist mir dann nicht mehr so eingängig. Warum wird aus einem ch ein sch? Isch. Disch.

Isch sehe es zu eng, isch weiß.

Ich liebe allerdings die deutsche Sprache auch. Dazu muss ich sie nicht perfekt beherrschen, ich selber bin voller Fehler. Gerade auch und wegen der Reform der letzten Jahre.

Aber ich bemühe mich weiterhin. Und für mich kommt Kurzdeutsch nur mit etlichen Promille in Frage. Dann wird es nämlich durchaus praktisch nur ‚Zhause‘ sagen zu müssen. Aber eben auch verständlich. Weil die Anziehungskraft über meine Abstoßungskraft siegt, die im Zuge der Einbildungskraft mit der Einwirkungskraft von Alkohol doch zu wünschen übrig lässt. Sprich: mich zieht es zu Boden. Manchmal auch mit Schockzustand.

Was aber ist dieses ES welches mich herunterzieht? Nach Einstein könnte es ein Graviton sein. Oder mehrere. Also Teilchen, die den anderen erst die Masse geben. So wie bei mir Plunder- oder eben die besagten Puddingteilchen. Oder Chips. Die geben mir Masse. Und der Alkohol enthemmt meine Widerstandskraft. Also ziehen mich die Gravitonen, so mehr bildlich gesprochen, auf den Boden der Tatsachen.

Gravitation und Anziehungskraft. Spüren wir im normalen Leben ja durchaus auch oft. Fühlen wir uns ja von so einigen Dingen im Leben angezogen. Für den einen ist es seine neue Tatzenjacke – für den anderen sein neues Auto. Oder auch der Lippenstift oder der Ring. Alles sehr anziehende Dinge. Je nachdem, welcher Mensch man gerade ist.

Geld soll ja auch anziehend wirken. Besonders auf eine bestimmte Sorte Mensch. Die, die es nicht haben. Starke Anziehungskraft. Und die Wellen, die von einer richtig fetten Menge Geld ausgehen können, die erlebt man mitunter ja auch vor Gericht. Oder wenn die RICHTIG Reichen Steuern hinterziehen. Da einigt man sich dann schnell außergerichtlich, da fließen ein paar Millionen und alle sind zufrieden. Man möchte den oder die mit der Kohle ja nicht verärgern. Dann wandern die nämlich aus. Also wird gebuckelt. Wenn alle an einem Strang ziehen würden – wohin dann auswandern? Womit ich wieder bei meiner geliebten Utopie wäre. Aber lassen wir das. Unrealistisch. Dystopie in Reinkultur – damit kommen wir besser klar.

Realistischer könnten also tatsächlich jene Wellen sein. Wenn man sie denn auch tatsächlich aufgespürt hat. Dieser Umstand ist aber noch nicht ganz klar. Man vermutet es seit Wochen – aber noch ist es nicht wirklich bestätigt. Könnte nämlich auch nur ein Test der Anlage sein. Das wiederum wissen nur 3 der hochrangigen Forscher die in dem Versuchsaufbau arbeiten. Und die testen eventuell ohne Wissen der anderen nur die gesamte Anlage. Also muss man weiter ein wenig abwarten bis es offiziell wird. Und falls es wirklich der Fall ist – dann wäre dies schon eine kleine Sensation. Eine nachträgliche ERNEUTE Bestätigung der Theorie, die vor 100 Jahren für Furore gesorgt hat.

Klar, interessiert dich jetzt nicht so wirklich. Dich interessiert im Grunde nur die direkte Auswirkung hier unten. Dass Wasser nach unten fließt oder Dinge zu Boden fallen. Dabei stimmt das gar nicht. Sie stürzen nämlich nur durch eine Krümmung der Raumzeit nach unten. Aber Krümmung, das wiederum dürfte dir ja wieder geläufig sein. Buckeln kannste ja ganz gut.

Schon seltsam. Früher waren es vielleicht der Gutsbesitzer und seine Frau die vielleicht angehimmelt wurden – heute sind es Millionen von Sternchen und Sternen – und du mittendrin. Immer mit der Hoffnung, Deutschlands nächster Superstar oder das neue Topmodel zu werden.

Oder nochmal Bundespräsident. Eine weitere Amtszeit meines Lieblingspfarrers und etliche Millionen Kränze die noch niedergelegt werden können. Deutet sich zumindest an.

Gut, zieht mich persönlich jetzt eher nicht an. Stößt mich eher ab, die Idee.

Wobei. Ein Volk im Schockzustand wie es das deutsche derzeit zu sein scheint – da könnte durchaus alles möglich sein. Warum sollten es die deutschen auch besser haben als die Amerikaner?

Ich weiß, war alles sehr ernst heute. Ich verspreche Besserung. Wenn die nächste Gravitationswelle vorbeikommt…versprochen…dann surfen wir beide zusammen auf dem Kamm der Sonne entgegen…

Wie, man sollte meine Medikation ändern?

WEISSE BESCHEID, ne?

Huch! 12 Milliarden mehr…was nun?

 

Lieber Tagesbuch,

 

ist ja unglaublich, denkt sich der Finanzminister. Da räumt er seinen Schreibtisch auf, so kurz vor Weihnachten, erledigt die Ablage und den ganzen Papierkram…und kurz bevor er nach Hause eilen will um bei seiner lieben Familie das Fest der Liebe zu begehen – liegen da auf der Ecke des Schreibtisches die 12 Milliarden Euro rum.

Klar, bevor sich die Putze die Kohle schnappt oder der Euro total entwertet nahe beim Zimbabwe-Dollar landet, schnappen wir uns doch die Kohle und stecken die in den Flüchtlingsfond. Kommt einem ja wie gerufen. Muss keiner Angst haben! Ist genug Kohle da…wir müssen uns nicht extra verbiegen oder gar einen Soli zahlen. Heissa! Schöne neue Welt!

 

Wir produzieren die Waffen und liefern diese in die Krisenregionen und mit dem Überschuss bei den Steuereinnahmen helfen wir den ganzen Flüchtlingen auf – zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen!

Die Wirtschaft brummt und der Dax liegt am Boden! Zeitgleich sind irgendwelche Internet-Startups Milliarden wert. Produzieren zwar nichts…aber wer weiß!

Alles irreal. Entbehrt jeglicher Grundlage und ist derart verwirrend, dass der normale Bürger, Michel genannt, dort nicht mehr durchblickt.

Und nebenher Mutti, die den Tod von etlichen deutschen bei Anschlägen in der Türkei nebenher auf einer Pressekonferenz bedauert und komplett bestürzt ist. Bananenrepublik Deutschland. Live!

Dagegen ist jede Comedysendung doch in Wirklichkeit ein Drama!

Ein Hoch auf die deutsche Rüstungsindustrie! Ein Hoch auf den Finanzminister! Hat er ja angeblich ‚erwirtschaftet‘, die ganze Kohle.

Stimmt nur nicht so ganz. Denn in Wirklichkeit sind das ja alles Steuern, die da eingenommen werden. Und davon werden Ausgaben abgezogen. Und was davon dann übrig bleibt, das ist dann eigentlich mal zum Bezahlen der Schulden gedacht! Doch weit gefehlt. Bei dem derzeitigen Niedrigzins lohnt sich das Abtragen der Schulden nicht…so wird argumentiert.

Das kann ich verstehen. Macht keinen Sinn. Macht ja eher Sinn, bei 0-Prozent, noch mehr Kohle als Kredit aufzunehmen. Also von den Griechen zu lernen. Oder einfach alles jetzt ad hoc raus zu pulvern…

Ich verstehe nur nicht, WANN dann mal abgezahlt werden soll?

Ach? Nie? Wie jetzt?

Ach, dann fährt das System einfach vor die Wand und alles wird auf Null gesetzt? Und dumm aus der Wäsche guckt nur der kleine Mann dessen Ersparnisse weg sind? Wie, das hat es alles schon gegeben?

Wo sind wir denn hier?

Da würde es sich doch lohnen, für kleines Geld Waffen aufzukaufen und diese dann in der Krise abzustoßen. Gut, ginge auch mit Gold – aber das ist ja irre teuer. Also verkaufen wir lieber weiter Panzer an die Saudis. Und die halten dafür den Ölpreis schon weit unten. Haben ja alle was davon, die Soldaten, die Flüchtlinge, die Saudis und unser Finanzminister. Ja prima! Jetzt habe ich das endlich verstanden!

Oder man investiert das Geld in Bildung. Bringt auch was. Jetzt nicht so direkt sofort. Aber auf lange Sicht.

Ich weiß, ich sehe das jetzt wieder alles zu eng.

Aber weißt du was? Ich kann das Gefasel von den ganzen Berufspolitikern nicht mehr hören, ich mag diese ganze Betroffenheitspolitik nicht, die sich an den Umfragen orientiert und die nächsten Wahlen über alles stellt. Ich mochte reale Politiker. Bei denen man wusste woran man ist. Atomkraft? Nein danke! Oder doch? Oder doch nicht? Nie? Immer? Wie soll man denn am Ende dabei noch durchblicken? Und die Medien?

Tut mir leid…da kann ich besser mit den Nachbarn reden, sie sind näher dran am Geschehen als die dpa-Pressemitteilung. Die wird einfach durch den Computer gejagt und das Blatt wird gedruckt. Steht überall dasselbe. Was soll es auch schon Neues geben? Ach…ich geh mal lieber meinen Schreibtisch aufräumen. Wäre doch gelacht, wenn da nicht noch ein paar Milliarden rumfliegen…

WEISSE BESCHEID, ne?

Demen(z)

Lieber Tagesbuch,

war in der Antike ja die Mehrzahl von Demos – dem Volke. Auf der Quadriga könnte demnach also auch stehen: Dem deutschen Demos. Aber dann würden die meisten es ja wieder nicht verstehen. Oder an der Grammatik rummäkeln. Also doch besser: dem deutschen Volke(r)! In seiner Demenz. Vergesslich ist er nämlich. Vielleicht sogar Gott-sei-dank? Man weiß es ja nicht…

Machen wir mal einen kleinen Schwenk in die Geschichte.

Noch vor nicht allzu langer Zeit, da gab es mal Könige und Fürsten, Kaiser und den gesamten Adel mit der dazugehörigen Kaste der Religionsvertreter, die Kurie. Die hatten alle mehr oder weniger Privilegien und in Gesamtheit sind sie alle gut damit gefahren, dass nur einer, der König, das Sagen hatte.

Das nannte sich Monarchie. Noch weiter zurück war es der berühmte Cäsar, von dem sich ja auch unser deutscher Kaiser ableitet. Jetzt vom Namen her…

Und diese tolle Monarchie war vererbbar und von Gottes Gnaden geschenkt. Also irgendwie unabänderlich. Man musste auch irgendwie nix großartiges können oder so. Am Anfang vielleicht, da hat man dann in großen Schlachten (kann der Mensch ja am besten) bewiesen, was für ein toller Herrscher man doch war.

Dann kam irgendwann (grooooosser Sprung, erschreckend wie lange Menschen sowas mit sich machen  lassen…) die Aufklärung und mit ihr wurde den meisten, nachdem der riesige Brocken im Auge verschwunden war, richtig schlecht. Bei einigen verschwand der Brocken auch endlich von der Kette am Bein.

Erkannten die Bürger nun plötzlich doch, dass sich praktisch alle an ihnen bereicherten. Der König, der Adel, die Kurie – irgendwie alle wollten ihren Anteil ohne auch nur einen Finger krumm zu machen. Nur der dumme Bürger, seit jeher Sklave seines Herrn, der musste auf dem Felde ackern und für alle den Ertrag irgendwie erwirtschaften. Fast wie heute? Moment, da kommen wir noch dazu…

Also gab es dann irgendwann zwangsläufig eine Revolution. Erstmalig irgendwie in Amerika (auch wenn ich damit zigtausend Revolten unterschlage, ich weiß)– da wollte man einfach nix mehr mit England zu tun haben und hinterher auch mit den Sklavenhaltern. Und den Tee schon mal gar nicht. Von wegen abwarten und Tee trinken. So etwas gefällt dann den Herrschern gar nicht – also schreitet man ein und schlägt mal wieder Köpfe ein. Lieblingsbeschäftigung wenn kein Fußball läuft.

Selbst in Frankreich ging es los. Hier war es dann schon eher eine Revolution des Volkes. gegen ‚die da oben‘. Proletarier gegen Nutznießer…äh…Aristokraten.

Da wurde dann ganz revolutionär ein jeder einen Kopf kürzer gemacht. Schließlich sogar die Revolutionäre selber. Und dann, upsala, kam plötzlich Napoleon und wollte wieder König bzw. Kaiser sein. Ging auch eigentlich ganz gut, aber irgendwie haben ihn die anderen Staatsfürsten nicht anerkannt. War er doch ein dahergelaufener niederen Ranges. Also musste man ihm sein Waterloo bereiten. Ich eile, du bemerkst es.

Zwischenstation war dann der deutsche Frühling – und die Revolution fraß sich durch ganz Europa. Zum Schluss landeten alle irgendwie beim Parlament. In dem viel geredet und beschlossen wurde. Alles war, so schien es, gut. Die Macht war wieder bei einigen wenigen – aber immerhin hatten diese jetzt Ahnung von der Materie und alles war auf dem richtigen Weg. Sollte man meinen.

Bis man sich nicht mehr vertrug und wieder bei den Stöcken und Köpfe einschlagen landete. Half ja immer mal wieder. Zumindest war es ein Konzept, welches zigtausend Jahre lang erfolgreich war. Und Gründe gab es ja immer welche. Notfalls konnte man die ja auch ganz gut erfinden…hält sich ja ebenfalls bis in die Neuzeit, diese Idee.

Nach der richtig großen Schlachterei ging man wieder zur Tagesordnung über, die einen waren fortan die guten, die anderen die bösen. Je nach Hauptstadt mal so oder anders herum. Hauptsache man hatte ein Parlament oder einen Debattierclub der sich so ähnlich nannte – dann konnte man zumindest sicher sein, nicht mehr in einer Monarchie zu leben.

Gut. Von dort zur Diktatur ist es nur ein Katzensprung – in beiden Fällen.

Aber solange man alle paar Jahre wählen durfte, waren scheinbar alle zufrieden. Schon seltsam, aber wahr.

Und dann kam irgendwann der Berufspolitiker auf den Plan. Mein Liebling. Von nichts wirklich Ahnung, noch nie im Leben richtig was gearbeitet oder vollbracht – und darum überall einsetzbar. Ist ja eigentlich ständiger Laie. Nicht von der, versteht sich. Muss man sich keine Sorgen machen. Macht sowieso nix, weil er ja keine Ahnung hat. Also macht er , im Normalfall, auch nix kaputt. Und wie schon erwähnt: überall einsetzbar!

Mal als Familienminister. Dann als Verteidigungsminister, oder als Finanzminister, notfalls eben auch als Landwirtschaftsminister. Zum Schluss sogar als Präsident oder Kanzler. Natürlich alles auch in der weiblichen Form. Austausch- und verhandelbar.

Leider auch weiterhin keinen Plan aber überall ein Wort mitzureden. Und große Reden schwingen. Und in der Öffentlichkeit entrüstet, betroffen oder gar bestürzt sein. Seinen Protest ausdrücken. Und klar Stellung beziehen. Sich gegen eine Entscheidung stemmend. Und natürlich nur seinem Gewissen verpflichtet. Fraktionszwang? Existiert doch nicht…auch wenn er real ausgelebt wird. Nirgendwo dokumentiert und darum auch nicht verfolgt. Wie das NSA-Spektakel oder vergleichbare andere Skandale. Werden in den letzten 10 oder 20 Jahren einfach aus gesessen. Hat schon der Vorgänger so gemacht und der Vorgänger…und et lief! Alles grün!

Fragt sich nur…wofür?

Sind die Skandal-Politiker nicht unnötig wie ein Kropf? Wofür irgendwelche Hanseln bezahlen, wenn man heute ganz gut ohne aus käme? Unnötige Steuergelder, die da in den Plenarsälen verbraten werden. Sagst du, wo kämen wir denn da hin? Tja…

Früher ist das Volk auf die Straße gegangen. Demos eben.

Heute schaut man gelangweilt zu – wenn es hoch kommt, gerade noch die Tagesschau. Der Großteil schaut gar nicht mehr hin und macht lieber PAAADY!

Und wozu führt es? Immer mehr von diesen berufenen Politikern, immer mehr von denen, die keine Ahnung haben. Immer weniger Fachwissen, immer mehr Lobbyisten, immer mehr Korruption und immer weniger Demokratie.

Zwangsläufig.

Und wen interessiert‘s?

Mich. Ehrlich.

Ich mache mir Sorgen.

Um das Überleben der Sumpfdotterblume. Um das Überleben der Amphibien, der Vögel, der Säuger.

Um das Überlebend der Intelligenz in der Politik.

Alles vom Aussterben bedroht.

Die Liste der bedrohten Arten muss ergänzt werden.

Und ich wäre dafür, sowohl Greenpeace als auch Amnesty oder Ärzte ohne Grenzen einzuschalten.

Rettet das Volk! Vor seinen Schlächtern…wir haben uns zum Ende hin komplett selber weg revolutioniert. Nur ganz ohne Guillotine. Nur mit einem kleinen Kasten. Vor dem alle Hocken. Prima. Schöne neue Parallelwelt…

Es lebe das TV! Es lebe das Internet! Die Zerstreuung, die Unwissenheit!

Noch nie war Diktatur so simpel…ääääh…was war noch mal Diktatur?

Frau Müller, zum Diktat bitte! Ach, die guckt grad DSDS? Dann will ich die mal nicht weiter stören…

Hab schon wieder vergessen, was ich eigentlich noch sagen wollte…Demenz halt.

WEISSE BESCHEID, ne?